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1
Wach auf, wach auf, du deutsches Land,
du hast genug geschlafen
und manchen, der den Schlaf nicht fand,
belegt mit harten Strafen.
Wer immer hat in deutscher Nacht
mit Gott gerechnet und gewacht,
der hatte nichts zu lachen.
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2
Gott führt man gern im deutschen Mund
in nationalen Reden,
in Eidesformeln, Liedern und
in Gute-Nacht-Gebeten.
Der gleiche Mund jagt Gott hinaus:
"Hau ab, Polack!", und: "Fidschi raus!"
Denn Gott kommt ungebeten.
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3
Gott hauste hier in Deutschland nur
in schlechten Wohnquartieren,
im Lager, Ghetto, auf dem Flur
von Polizeirevieren.
Er kriegt hier keinen Aufenthalt.
Man schreibt ihn ab. Man stellt ihn kalt.
Man läßt ihn überführen.
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4
Gott sucht in dem verschlafnen Land
die wachende Gemeinde.
Wird oft von ihnen nicht erkannt,
trifft häufig nur auf Feinde.
Doch manche sagen: "Komm herein!"
Sie teilen mit ihm Brot und Wein
und werden seine Freunde.
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